Stellungnahme zur Raumbedarfsanalyse für das Schulzentrum

In den vergangenen Jahren ist die Modernisierung der Ochtruper Schullandschaft eingesetzt worden. Nachdem die Erweiterungen an der Marien- und an der Lambertischule angegangen und fast abgeschlossen sind, gilt es nun, die Modernisierung und Erweiterung des Schulzentrums und den Neubau der Von-Galen-Schule in den Blick zu nehmen.

Für die Von-Galen-Schule setzen wir als SPD-Fraktion auf ein neues, modernes Schulgebäude zwischen Langenhorst und Welbergen. Hier liegt nun der Ball bei der Verwaltung, ein geeignetes Grundstück zu erwerben, so dass auch die Schullandschaft für beiden Ortsteilen langfristig gesichert werden kann. Bei der Fülle an Projekten und Maßnahmen, die wir in den kommenden Jahren abzuarbeiten haben, dürfen wir die Von-Galen-Schule nicht aus dem Blick verlieren.

Erst soll aber der Blick auf unser Schulzentrum gerichtet werden.

Die Raumbedarfsanalyse liegt vor und ist in seiner Deutlichkeit unmissverständlich: Wir müssen unser Schulzentrum zukunftsfähig machen. Und zwar so schnell wie eben möglich.

Es werden dringend neue Unterrichtsräume benötigt, insbesondere an der Realschule. Aber auch an anderen Ecken brennt es. So braucht das Gymnasium dringend mehr Platz im Verwaltungstrakt und weitere Unterrichtsräume und die Hauptschule möchte gerne die Mensa auslagern, damit ein Großraum für Veranstaltungen und Aktivitäten zur Verfügung steht.

Die Raumbedarfsanalyse und die darin enthaltenen Lösungsvorschläge sind schlüssig, zukunftsweisend und werden den Ansprüchen der Schulen gerecht. Wir unterstützen deshalb die vom Planungsbüro vorgeschlagenen Erweiterungen und baulichen Maßnahmen ausdrücklich und vollumfänglich.

Und auch aus pädagogischer Sicht überzeugen uns die Vorschläge:

  • Das Vorgehen orientiert sich an der Schrittigkeit „Bewährtes bewahren, Vorhandenes optimieren und Innovationen nutzenorientiert anstreben“ – diese drei Komponenten finden sich in der Raumbedarfsanalyse in Balance.
  • Die Umgestaltungen werden den Anforderungen an binnendifferenziertem Unterricht und individueller Förderung gerecht.
  • Insbesondere gilt dies für die Anforderungen an eine „Schule des gemeinsamen Lernens“ und Inklusion: Bei aller Differenzierung muss Schule als Ort des Lernens und Lebens fungieren und sich am Gemeinsinn der Schulgemeinde orientieren. Dies findet sich in den Planungen vielfach wieder.
  • Die Aufenthaltsqualität wird verbessert, dies ist förderlich für die Lernatmosphäre.
  • Das Schulzentrum wird fit gemacht fürs Lernen im Zeitalter der Digitalisierung. Corona hat erahnen lassen, was möglich ist – wo aber auch Grenzen sind. Lernprozesse werden noch stärker individualisiert – dies sollte bei den konkreten Planungen noch stärker berücksichtigt werden.
  • Und auch für das Kollegium ist es ein überzeugendes Konzept. Schulen verändern sich zu einem Ort, an dem multiprofessionelle Teams miteinander agieren. Beratung nimmt mehr Raum ein und benötigt in diesem Sinne auch mehr Raum. Deshalb ist es gut, dass im ersten Schritt der Verwaltungstrakt am Gymnasium erweitert werden soll.

Das Konzept hat uns überzeugt. Auch die von der Verwaltung vorgeschlagene Vorgehensweise der einzelnen Schritte ist schlüssig und wird von uns mitgetragen. Sicherlich sind noch viele Fragen zu klären, aber das geht auch im Verfahren. Erstmal soll die grundsätzliche Entscheidung zur Weiterverfolgung des Raumkonzeptes getroffen werden.

Wir wollen keine Zeit verlieren und wollen daher bereits in der Ratssitzung am 29. April eine Grundsatzentscheidung treffen. Bereits vor der Sommerpause kann dann noch in die ersten Planungen, insbesondere für die räumliche Erweiterung der Realschule, eingestiegen werden.