Zukunftsfähig bleiben: Investieren in Ochtrups Zukunft

Die Ochtruper SPD-Fraktion steht uneingeschränkt zum Neubau des Rathauses in der Weinerstraße und zum Neubau der neuen Feuerwache auf dem Gelände der ehemaligen Pestalozzischule. „Beide Projekte sind aus unserer Sicht notwendig und müssen ohne Zeitverzögerung vorangetrieben werden“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Vincent ten Voorde. „Die derzeitigen Behausungen der städtischen Verwaltungsmitarbeiter und der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr sind nicht mehr zumutbar und rechtlich bedenklich.“  Deutliche Kritik seitens der SPD-Fraktionsführung gibt es am Verhalten der CDU-Fraktion und des FDP-Fraktionsvorsitzenden Hermann Holtmann.

Bereits im Februar 2018 hat sich der Stadtrat mit großer Mehrheit (auch mit Stimmen aus der CDU und FDP) für den Standort des neuen Rathauses an der Weinerstraße ausgesprochen. Anschließend hat der Rat sich mehrheitlich für den Kauf der benötigten Grundstücke ausgesprochen. „Wir bedauern, dass die Fraktionen und CDU und FDP aus dieser gemeinsamen Arbeit ausgestiegen sind“, so ten Voorde. „Unerfreulich ist es, dass die beiden Fraktionsvorsitzenden mittels eines angestrebten Bürgerbegehrens eine demokratische Entscheidung des Rates rückgängig machen und somit den Prozess weiter verzögern wollen.“

Die SPD-Fraktion ist sich sicher, dass ein Rathaus mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zu einer Wiederbelebung der Weinerstraße führen wird. „Wir haben die einmalige Gelegenheit, das gesamte Gelände in Eigenregie zu überplanen und bebauen, ohne dies mit Dritten abstimmen zu müssen“, so ten Voorde. „Diese Chance sollten wir nutzen.“  Die SPD-Fraktionsführung betont, dass die Bürgerinnen und Bürger ausreichend Möglichkeiten bekommen werden sich zu beteiligen. Eine Beteiligung der Bürger an den Planungen für das Rathaus an der Weinerstraße hat der Rat im Oktober 2019, gegen die Stimmen der Fraktionen der CDU und FDP, beschlossen. „Nutzungsmöglichkeiten, Gestaltung und Ausstattung sollten gemeinsam mit den Bürgern erarbeitet werden.“

Dass mögliche Kosten in der Öffentlichkeit bereits heiß diskutiert werden, findet ten Voorde nachvollziehbar, betont aber: „Wir wollen keinen Prunkbau, sondern ein Haus der Bürger, das sich optisch in die Weinerstraße einordnet. Wir werden darauf achten, dass die Kosten sich in Rahmen halten und die Stadt sich finanziell nicht übernimmt.“

Auch die vorgestellten Planungen der neuen Feuerwache und insbesondere die möglichen Kosten sind in den vergangenen Wochen in der Ochtruper Öffentlichkeit heiß diskutiert worden. „Die Notwendigkeit einer neuen Feuerwache wird von keiner Fraktion in Abrede gestellt“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Josef Hartmann. „Dass dennoch seitens der FDP der gewählte Standort wieder in Frage gestellt wurde, ist für uns unbegreiflich. Dies würde zu einer erheblichen Verzögerung führen.“  Hartmann erinnert daran, dass der Rat sich auch mit Stimmen der FDP für das Gelände an der ehemaligen Pestalozzischule ausgesprochen hat. „Die vorgelegten Planungen sind intensiv mit der Feuerwehr erarbeitet worden. Wo sinnvoll eingespart werden kann, sollte und wird nun intensiv geprüft werden.“ Die SPD-Fraktion geht davon aus, dass die Planungen noch überarbeitet werden und Kosten im nennenswerten Bereich eingespart werden können. „Eine neue Feuerwache, in der auch noch ein denkmalgeschützes Gebäude integriert werden muss, wird allerdings nicht zum Schnäppchenpreis zu bekommen sein“, so Hartmann.

Die SPD-Fraktion freut sich darüber, dass nach jahrelangem Stillstand bis zum Ende der Nuller Jahre nun endlich kräftig in Ochtrups Zukunft investiert wird. „Viele Projekte sind jahrelang nicht angepackt worden, nun müssen wir aufholen“, so ten Voorde. Er erinnert in dem Zusammenhang an die bereits getätigten Investitionen an den Schulen, am Ochtruper Bergfreibad, im Ausbau des Breitbandnetzes im Außen- und Stadtbereich, bei den Wirtschaftswegen und im städtischen Straßennetz. „Auch die vielen privaten Investitionen, vor allem im Bereich Wohnungsbau, werden von uns ausdrücklich begrüßt“, so Hartmann. „Nur durch weitere Investitionen bleibt unsere Stadt zukunftsfähig.“

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