Neujahrsempfang mit Thomas Kutschaty

Rund 90 Gäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Verbänden hatten sich am gestrigen Sonntag zum Neujahrsempfang der Ochtruper SPD in der Gaststätte Althoff in Langenhorst eingefunden. Sie wurden mit sehr nachdenklichen und persönlichen Worten von der SPD-Vorsitzenden Sarah Lahrkamp begrüßt. Als Gastredner war der ehemalige NRW-Justizminister Thomas Kutschaty angereist. Er vermittelte einen positiven aber auch selbstkritischen Blick auf die deutsche Sozialdemokratie.

In ihre Begrüßung spannte Lahrkamp den Bogen von der großen Weltpolitik bis nach Ochtrup. So berichtete die SPD-Vorsitzende über ihre Erlebnisse am Abend der Bundestagwahl, als die AfD zum ersten Mal in den deutschen Bundestag einzog. „Eine Entwicklung die erschreckend ist“, so Lahrkamp. „Hier müssen wir etwas entgegensetzen. Auch in Form einer starken Sozialdemokratie.“

Selbstkritisch aber dennoch optimistisch blickte der ehemalige NRW-Justizminister und derzeitige Landtagsabgeordnete Thomas Kutschaty auf die Zukunft der Sozialdemokratie. Mittels einiger Themen skizzierte er eine Sozialdemokratie, die moderne Antworten auf die großen Gesellschaftsfragen Gerechtigkeit, Digitalisierung und Demographie geben muss. Der bestgelaunte Gastredner war gut vorbereitet und lobte auch die Arbeit einiger Ochtruper Vereine im Bereich Integration. Auch stellte er fest, dass die SPD derzeit im ländlichen Raum besser aufgestellt ist als in den Großstädten. „Das kann man am Beispiel Ochtrup deutlich feststellen“, so Kutschaty.

Auch der SPD-Bundesparteitag war natürlich Thema in der kurzweiligen Rede. Kutschaty machte dabei keinen Hehl aus seine kritische Haltung zu den Sondierungsergebnissen. „Hier muss noch deutlich mehr kommen“ und erzielte ein begeisternden Applaus der Ochtruper Sozialdemokraten.

Am Ende des offiziellen Programms konnte Lahrkamp noch drei neuen Mitgliedern ihr Parteibuch überreichen. Tim Kersting, Chris Kiedrowicz und Kurt Schmor sind allesamt nach der Bundestagswahl in die SPD eingetreten und möchten sich nun aktiv in die Partei einbringen. Hildegard Eilert wurde für ihre fünfundzwanzigjährige Mitgliedschaft in der SPD geehrt.

Bilder: Jürgen Ultee

 

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